Winterdienst in Altenholz: gut geplant und klar priorisiert

So sorgt der Bauhof für sichere Straßen, Wege und Haltestellen
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
wenn die Temperaturen sinken und Schnee oder Eis die Straßen und Wege bedecken, ist der Winterdienst in Altenholz wieder im Dauereinsatz. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu gewährleisten – sei es für den Schulweg, den Weg zur Arbeit, den Einkauf oder die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Dabei gilt: Winterdienst ist eine komplexe Aufgabe, die gute Planung, Priorisierung und viel Handarbeit erfordert.
Diese Aufgaben wurden seinerzeit an den Zweckverband Bauhof Altenholz-Dänischenhagen übertragen.
Im Gemeindegebiet Altenholz müssen rund 90 Kilometer Straßen betreut werden. Hinzu kommen zahlreiche Geh- und Radwege, für die die Gemeinde – und nicht die Anlieger – zuständig ist. Die genaue Gesamtlänge dieser Wege wird derzeit mithilfe einer speziellen Straßensoftware ermittelt, die künftig auch zur weiteren Optimierung des Winterdienstes und der Straßenreinigung beitragen soll. Zu räumen sind sowohl Geh- und Radwege entlang von Straßen als auch separate Wege, etwa im Gemeindepark.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den rund 30 Bushaltestellen im Gemeindegebiet. Diese weisen unterschiedlich große Flächen und Prioritäten auf. Um eine schnelle Nutzbarkeit zu gewährleisten, erfolgt die erste Räumung hier grundsätzlich per Hand. Je nach Schneemenge folgt anschließend der Einsatz entsprechender Räumfahrzeuge.
Auch die Verkehrswichtigkeit spielt bei allen Maßnahmen eine zentrale Rolle. Vorrang haben unter anderem der B-Zubringer, Landes- und Kreisstraßen, wichtige Fahrrad- und Schulwege, Haltestellen des ÖPNV, leitende Innerortsstraßen sowie Wohnstraßen. Erst danach können periphere Straßen, Parkplätze, Wege zu Freizeitanlagen und andere öffentliche Flächen berücksichtigt werden. Bei anhaltendem Schneefall oder Eisregen müssen die Hauptrouten dauerhaft freigehalten werden, sodass es insbesondere in Seitenstraßen zu zeitlichen Verzögerungen bei der Räumung kommen kann.
Neben Straßen und Wegen gehören auch weitere Flächen zu den Aufgaben des Winterdienstes: Dazu zählen vier Schulhöfe mit ähnlich großen Flächen, der Marktplatz – insbesondere freitags – sowie die technischen Flächen an sechs großen Pumpstationen. Zudem müssen zwei Ampelanlagen in Klausdorf und Stift teilweise händisch geräumt werden. Die große Kreuzung Fördestraße/Zubringer B503/Dänischenhagener Straße/Altenholzer Straße liegt hingegen in der Verantwortung der Straßenmeisterei des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein.
Der Winterdienst setzt auf eine Kombination aus Maschinen und Handarbeit. Zum Einsatz kommen unter anderem LKW, Trecker und Kleinstfahrzeuge. Viele Bereiche, etwa Geh- und Radwege mit Wegsperren oder Bügeln, können jedoch ausschließlich per Hand geräumt werden. Um die Routen effizient zu gestalten, werden für die Dauer des Winterdienstes an einigen Stellen Absperrpfosten entfernt, beispielsweise in den Bereichen Vordere Wurth/Dorfkoppel und Freesenberg/Moorredder.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Bevorratung und Reservierung von Streugut. Vor jedem Räum- und Streueinsatz werden die Fahrzeuge entsprechend befüllt. Trotz sorgfältiger Planung kann es im Winterdienst leider auch zu technischen Ausfällen kommen, etwa bei Fahrzeugen – auch darauf muss flexibel reagiert werden.
Abschließend weist die Gemeinde darauf hin, dass das Räumen der Gehwege an den meisten Straßen laut Straßenreinigungssatzung den Bürgerinnen und Bürgern obliegt. Nur durch das gemeinsame Engagement von Gemeinde und Anliegern kann auch in der kalten Jahreszeit ein möglichst sicheres und gut nutzbares Wegenetz gewährleistet werden (»Kernwege« für Rettungsdienst, die Feuerwehr und die Polizei). Wenn sich die Schneedecke festgefahren hat, kann auch der Bauhof keine gute Räumung vornehmen.
Weiterhin haben wir festgestellt, dass in zahlreichen Wendehammern trotz bestehenden Halteverbots Fahrzeuge abgestellt werden. Dadurch wird die Arbeit unserer Räumfahrzeuge erheblich behindert, da der Schnee nicht ordnungsgemäß zur Seite geschoben werden kann. Zudem müssen diese Flächen jederzeit als Aufstell- und Bewegungsflächen für Einsatzfahrzeuge, wie Feuerwehr oder Rettungsdienst, freigehalten werden.
Unsere Räumfahrzeuge sind auf ausreichend Platz zum Wenden angewiesen. Durch teilweise ungünstig, etwa mittig abgestellte Fahrzeuge kommt es jedoch zu erheblichen Einschränkungen der Wendemöglichkeiten. In mehreren Fällen haben sich die Räumfahrzeuge dadurch im Schnee festgefahren. Das anschließende Freischaufeln führt zu erheblichen Zeitverlusten und beeinträchtigt den reibungslosen Ablauf des Winterdienstes.
Unser Ansprechpartner für den Winterdienst:
Bauhof, Herr Marco Plundrich
Tel: 0431 259 400-10
E-Mail:
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofes arbeiten engagiert und zuverlässig. Die Einsätze erfolgen häufig unter hoher Belastung, in langen Schichten und auch nachts – stets im Interesse der Bürgerinnen und Bürger sowie der Verkehrsteilnehmer. Sachliche Hinweise sind willkommen, unsachliche Kritik hingegen nicht angebracht. Der Einsatz des Bauhofes verdient Anerkennung und Respekt.
Herzliche Grüße, Mike Buchau
Verbandsvorsteher Zweckverband Bauhof
Altenholz-Dänischenhagen


